Der Juli 2026 zeigt ein klares Muster der verstärkten Fokussierung auf digitale Resilienz und die Anpassung an neue regulatorische Anforderungen im Finanzsektor. Die ESMA hat bedeutende Schritte unternommen, um die digitale operationelle Resilienz von Krypto-Asset-Dienstleistern zu stärken, während die europäischen Aufsichtsbehörden eine verstärkte Governance zur Minderung von ICT-Risiken durch KI-Modelle fordern. Diese Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit für Finanzinstitute, ihre IT- und Sicherheitsstrategien kontinuierlich zu überprüfen und anzupassen, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Zusätzlich hat die ESMA neue MiCA-Richtlinien veröffentlicht, die die regulatorische Überwachung im Bereich der Krypto-Assets intensivieren. Die Einführung des European Single Access Point (ESAP) und die überarbeiteten Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung durch die EU-Kommission verdeutlichen den Trend zu mehr Transparenz und Vergleichbarkeit von Finanzinformationen. Diese Maßnahmen erfordern von den Instituten eine proaktive Anpassung ihrer Berichterstattungs- und Datenmanagementprozesse, um die neuen Anforderungen zu erfüllen und regulatorische Sanktionen zu vermeiden.
Zeitraum: 01.07.2026 – 31.07.2026
Kernmeldungen (14)
Gemeinsame Aufsichtsmaßnahme zur digitalen Resilienz von CASPs
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Was ist passiert?
Die ESMA hat eine gemeinsame Aufsichtsmaßnahme zur digitalen operationellen Resilienz von Krypto-Asset-Dienstleistern (CASPs) initiiert. Diese Maßnahme soll die Widerstandsfähigkeit gegen digitale Bedrohungen stärken.
Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)?
Die Maßnahme unterstreicht die Bedeutung der digitalen Resilienz im Finanzsektor, insbesondere im Bereich der Krypto-Assets. Finanzinstitute müssen sicherstellen, dass ihre Systeme und Prozesse robust genug sind, um digitalen Bedrohungen standzuhalten.
Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun?
IT, Informationssicherheit und Risikomanagement sollten die digitalen Resilienzstrategien überprüfen und sicherstellen, dass sie aktuellen Bedrohungen gewachsen sind. Eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Sicherheitsprotokolle ist erforderlich, um die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Es sollte ein dokumentiertes Resilienzbild erstellt werden, das die aktuellen Maßnahmen und identifizierte Lücken umfasst.
Quelle(n):
ESMA – ESMA launches common supervisory action CASPs digital operational resilience – 10.07.2026 – Quelle: https://www.esma.europa.eu/press-news/esma-news/esma-launches-common-supervisory-action-casps-digital-operational-resilience
ESAs unterstützen ESRB-Warnung zu Cyber-Risiken durch KI
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Was ist passiert?
Die Europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) unterstützen eine Warnung des ESRB zu systemischen Cyber-Risiken durch fortschrittliche KI-Modelle. Diese Warnung ist für Finanzinstitute von Bedeutung, um sich auf mögliche Bedrohungen vorzubereiten.
Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)?
Die Unterstützung der Warnung durch die ESAs zeigt die wachsende Besorgnis über die Risiken, die von KI-gestützten Systemen ausgehen können. Finanzinstitute müssen sich der potenziellen Bedrohungen bewusst sein und entsprechende Vorkehrungen treffen.
Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun?
IT-Sicherheitsabteilungen und Risikomanagement sollten die Cyber-Sicherheitsstrategien überprüfen und sicherstellen, dass sie auf die Risiken durch KI-Modelle vorbereitet sind. Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen ist notwendig, um die notwendigen Schutzmaßnahmen zu implementieren und ein dokumentiertes Sicherheitskonzept zu erstellen.
Quelle(n):
ESMA – ESAs support ESRB warning systemic cyber risks frontier AI models – 10.07.2026 – Quelle: https://www.esma.europa.eu/press-news/esma-news/esas-support-esrb-warning-systemic-cyber-risks-frontier-ai-models
ESMA veröffentlicht neue MiCA-Richtlinien und verhängt Bußgelder
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Was ist passiert?
Die ESMA hat neue Richtlinien zur MiCA-Verordnung veröffentlicht, die für Banken und Finanzdienstleister von Bedeutung sind. Zusätzlich wurde Moody’s Germany mit einer Geldstrafe von 2,145 Millionen Euro für Fehlberichterstattung belegt. Diese Maßnahmen unterstreichen die Bedeutung der Einhaltung von Berichterstattungsstandards und die regulatorische Überwachung im Bereich der Krypto-Assets.
Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)?
Die Veröffentlichung der MiCA-Richtlinien durch die ESMA ist ein wichtiger Schritt zur Regulierung von Krypto-Assets in der EU. Die Geldstrafe gegen Moody’s Germany zeigt, dass die ESMA Verstöße gegen Berichterstattungsstandards ernst nimmt. Finanzinstitute müssen sicherstellen, dass sie die neuen Richtlinien einhalten, um ähnliche Sanktionen zu vermeiden.
Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun?
Compliance, Legal und Berichterstattungsfunktionen sollten die neuen MiCA-Richtlinien detailliert prüfen und ihre internen Kontrollmechanismen entsprechend anpassen. Eine umfassende Überprüfung der aktuellen Berichterstattungspraktiken ist notwendig, um potenzielle Lücken zu identifizieren und zu schließen. Ein dokumentiertes Compliance- und Kontrollbild sollte erstellt werden, um die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen sicherzustellen.
Quelle(n):
ESMA – ESMA – Notifications – 06.05.2026 – Quelle: https://www.esma.europa.eu/esmas-activities/digital-finance-and-innovation/markets-crypto-assets-regulation-mica
ESMA startet Datenerhebung für ESAP
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Was ist passiert?
Die ESMA hat die erste Phase der Datenerhebung für das European Single Access Point (ESAP) gestartet. Dieses Projekt zielt darauf ab, den Zugang zu Finanzinformationen in der EU zu verbessern und die Transparenz zu erhöhen.
Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)?
Die Einführung von ESAP könnte die Art und Weise verändern, wie Finanzinstitute Daten bereitstellen und darauf zugreifen. Eine verbesserte Transparenz kann zu effizienteren Marktprozessen führen und die Vergleichbarkeit von Finanzinformationen erhöhen.
Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun?
IT und Datenmanagement sollten die Entwicklungen rund um ESAP beobachten und prüfen, ob interne Systeme und Prozesse mit den zukünftigen Anforderungen kompatibel sind. Eine frühzeitige Anpassung der Datenbereitstellungsprozesse kann notwendig sein, um die Transparenzanforderungen zu erfüllen.
Quelle(n):
ESMA – ESMA launches data collection under first phase ESAP – 10.07.2026 – Quelle: https://www.esma.europa.eu/press-news/esma-news/esma-launches-data-collection-under-first-phase-esap
ESMA veröffentlicht technische Standards für CCP-Zulassung
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Was ist passiert?
Die ESMA hat technische Standards für die Zulassungskriterien von zentralen Gegenparteien (CCPs) veröffentlicht. Diese Standards sind entscheidend für die Risikobewertung und das Risikomanagement in Finanzinstituten.
Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)?
Die neuen Standards könnten Auswirkungen auf die Risikomanagementpraktiken von Finanzinstituten haben, die mit CCPs interagieren. Eine klare Definition der Zulassungskriterien kann die Stabilität und Sicherheit der Finanzmärkte erhöhen.
Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun?
Risikomanagement und Compliance sollten die neuen Standards prüfen und die Risikomanagementprozesse entsprechend anpassen. Alle relevanten internen Abteilungen müssen über die Änderungen informiert werden, um die notwendigen Anpassungen vorzunehmen. Ein dokumentiertes Anpassungsbild sollte erstellt werden, um die Einhaltung der neuen Standards sicherzustellen.
Quelle(n):
ESMA – ESMA publishes technical standards CCP admission criteria elements – 10.07.2026 – Quelle: https://www.esma.europa.eu/press-news/esma-news/esma-publishes-technical-standards-ccp-admission-criteria-elements
EU-Kommission überarbeitet Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung
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Was ist passiert?
Die Europäische Kommission hat überarbeitete Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung angenommen, die für Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister von Bedeutung sind. Diese Standards sollen die Transparenz und Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsinformationen verbessern.
Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)?
Die neuen Standards könnten die Art und Weise verändern, wie Finanzinstitute über Nachhaltigkeit berichten. Eine erhöhte Transparenz kann das Vertrauen der Investoren stärken und die Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsdaten verbessern.
Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun?
Nachhaltigkeits- und Berichterstattungsabteilungen sollten die überarbeiteten Standards prüfen und die Berichterstattungsprozesse entsprechend anpassen. Es ist wichtig, dass alle relevanten Abteilungen über die Änderungen informiert sind und die notwendigen Anpassungen vornehmen. Ein dokumentiertes Berichterstattungsbild sollte erstellt werden, um die Einhaltung der neuen Standards sicherzustellen.
Quelle(n):
EU-Kommission – Finance News Hub – New Article: Commission adopts revised sustainability reporting standards – 06.05.2026 – Quelle: https://ec.europa.eu/newsroom/fisma/newsletter-archives/77277
EBA, EIOPA und ESMA fordern verbesserte Governance zur Minderung von ICT-Risiken
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Was ist passiert?
Die europäischen Aufsichtsbehörden EBA, EIOPA und ESMA haben eine Stellungnahme veröffentlicht, die eine sektorenübergreifende, risikobasierte und konsistente Aufsicht zur Minderung von ICT-Risiken durch fortschrittliche KI-Modelle fordert.
Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)?
Diese Entwicklungen sind entscheidend für die Anpassung der Governance-Strategien von Finanzinstituten, um den steigenden ICT-Risiken durch KI-Modelle gerecht zu werden.
Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun?
Finanzinstitute müssen ihre Governance-Strategien überprüfen und anpassen, um den Anforderungen der Aufsichtsbehörden gerecht zu werden. Eine sofortige Überprüfung der ICT-Risikomanagement-Prozesse ist erforderlich. Dabei sollten insbesondere die Rollen von IT, Informationssicherheit und Compliance in der Risikobewertung und -steuerung klar definiert werden. Die Ergebnisse der Überprüfung sollten dokumentiert und in die bestehende Governance-Struktur integriert werden.
Quelle(n):
ESMA – EIOPA and ESMA call for enhanced governance and consistent supervision – 31.07.2026 – Quelle: https://www.esma.europa.eu/press-news/esma-news/eba-eiopa-and-esma-call-enhanced-governance-and-consistent-supervision
EBA veröffentlicht finales technisches Paket für Reporting-Framework 4.3
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Was ist passiert?
Die EBA hat das finale technische Paket für Version 4.3 ihres Reporting-Frameworks veröffentlicht. Dieses führt neue Berichtspflichten für Drittstaaten-Niederlassungen gemäß der CRD ein und unterstützt die AMLA bei der Risikobewertung.
Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)?
Die Neuerungen sind entscheidend für die Einhaltung regulatorischer Anforderungen im Bereich der Geldwäscheprävention und betreffen insbesondere die Berichterstattungspflichten von Drittstaaten-Niederlassungen.
Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun?
Institute sollten ihre bestehenden Reporting-Prozesse und -Systeme überprüfen, um sicherzustellen, dass sie den neuen Anforderungen entsprechen. Eine Gap-Analyse und Anpassung der internen Richtlinien könnten erforderlich sein. Dabei sollten insbesondere die Datenquellen und IT-Schnittstellen auf ihre Eignung zur Erfüllung der neuen Berichtspflichten geprüft werden. Die Ergebnisse der Analyse sollten dokumentiert und in die bestehenden Prozesse integriert werden.
Quelle(n):
European Banking Authority – EBA E-mail alert 9 July – 09.07.2026 – Quelle: https://www.eba.europa.eu/publications-and-media/press-releases/eba-releases-final-technical-package-its-43-reporting-framework-support-third-country-branches
EBA veröffentlicht neue Q&As zu Leverage Ratio und FINREP
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Was ist passiert?
Die EBA hat neue Q&As zu Aspekten der Aufsichtsberichterstattung veröffentlicht, darunter Leverage Ratio und FINREP. Diese Q&As bieten Klarheit über Berichterstattungspflichten und Klassifizierung von Engagements.
Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)?
Die Q&As sind für Banken in der EU von hoher Relevanz, da sie die Berichterstattungspflichten präzisieren und somit die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen unterstützen.
Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun?
Banken sollten die neuen Q&As prüfen und ihre Berichterstattungsprozesse entsprechend anpassen, um sicherzustellen, dass alle Anforderungen korrekt umgesetzt werden. Dabei sollten insbesondere die bestehenden Klassifikations- und Mappinglogiken überprüft und mit den neuen Vorgaben abgeglichen werden. Abweichungen sind zu dokumentieren und mit den zuständigen Fachbereichen abzustimmen.
Quelle(n):
EBA – EBA E-mail alert 3 July – 03.07.2026 – Quelle: https://www.eba.europa.eu/single-rule-book-qa/qna/view/publicId/2025_7587
EBA – EBA E-mail alert 3 July – 03.07.2026 – Quelle: https://www.eba.europa.eu/single-rule-book-qa/qna/view/publicId/2025_7664
EBA – EBA E-mail alert 3 July – 03.07.2026 – Quelle: https://www.eba.europa.eu/single-rule-book-qa/qna/view/publicId/2026_7753
EBA – EBA E-mail alert 3 July – 03.07.2026 – Quelle: https://www.eba.europa.eu/single-rule-book-qa/qna/view/publicId/2026_7843
EBA startet Konsultation zu KPIs der Taxonomie-Offenlegung
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Was ist passiert?
Die EBA hat ein Diskussionspapier zu wichtigen Leistungsindikatoren und anderen Aspekten des Offenlegungsdelegiertenakts gemäß Artikel 8 der Taxonomieverordnung veröffentlicht. Die Konsultation läuft bis zum 12. August 2026.
Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)?
Diese Initiative könnte die Offenlegungsanforderungen für Banken und Finanzdienstleister beeinflussen, indem sie neue KPIs einführt, die für die Taxonomie-Offenlegung relevant sind.
Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun?
Institute sollten die Konsultation beobachten und überlegen, ob sie Feedback geben möchten, um die zukünftigen Offenlegungsanforderungen mitzugestalten. Dabei sollten die vorgeschlagenen KPIs auf ihre Relevanz für bestehende Offenlegungsprozesse geprüft werden. Eine interne Abstimmung mit den zuständigen Fachbereichen sollte erfolgen, um eine fundierte Rückmeldung zu ermöglichen.
Quelle(n):
European Banking Authority – EBA E-mail alert 1 July – 01.07.2026 – Quelle: https://www.eba.europa.eu/publications-and-media/press-releases/eba-launches-consultation-key-performance-indicators-taxonomy-disclosures
EBA veröffentlicht Verlustdaten für Immobilienmärkte
Ampel: 🟢 Beobachten
Was ist passiert?
Die EBA hat die jährlichen Verlust- und Expositionsdaten für Immobilien in der EU veröffentlicht. Diese Daten sind entscheidend für Banken, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen und Risiken im Immobiliensektor zu bewerten.
Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)?
Die Veröffentlichung unterstützt Banken bei der Risikobewertung und der Erfüllung regulatorischer Anforderungen im Immobiliensektor.
Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun?
Institute sollten die veröffentlichten Daten analysieren und in ihre Risikobewertungsprozesse integrieren, um die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen sicherzustellen.
Quelle(n):
European Banking Authority – EBA E-mail alert 6 July – 06.07.2026 – Quelle: https://www.eba.europa.eu/publications-and-media/press-releases/eba-publishes-2025-loss-data-immovable-property-markets-under-article-430a-capital-requirements
BaFin: IT-Risiken und DORA-Meldungen
Ampel: 🟢 Beobachten
Was ist passiert?
Seit 2025 müssen Finanzunternehmen IKT-Vorfälle gemäß DORA an die BaFin melden. Diese Meldungen sind entscheidend für die Anpassung an regulatorische Anforderungen und die Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen.
Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)?
Die Überwachung von IKT-Vorfällen stärkt die Resilienz der Finanzinstitute und hilft, IT-Risiken besser zu managen.
Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun?
IT und Meldefunktion sollten prüfen, ob die Meldeprozesse für IKT-Vorfälle den DORA-Anforderungen entsprechen. Dabei sollten insbesondere die Vollständigkeit der Vorfalldaten und die Konsistenz der internen Meldewege überprüft werden.
Quelle(n):
BaFin – Bafin: Vernetzung vervielfacht IT-Risiken – 16.07.2026 – Quelle: https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Fachartikel/2026/fa_bj_260716_it_vorfaelle_dora.html
BaFin erweitert Kompetenzen zur Überwachung von KI-Systemen
Ampel: 🟡 Prüfen
Was ist passiert?
Die BaFin hat neue Kompetenzen zur Überwachung von KI-Systemen im Finanzsektor erhalten. Diese Maßnahme betrifft alle Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen, und verändert die regulatorischen Anforderungen für Banken und Finanzdienstleister.
Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)?
Die Überwachung von KI-Systemen ist entscheidend für die Einhaltung von Vorschriften im Finanzsektor. Finanzinstitute müssen ihre KI-Strategien möglicherweise anpassen, um den neuen Anforderungen zu entsprechen.
Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun?
Institute sollten erfassen, in welchen Geschäfts- und Kontrollprozessen KI-Systeme eingesetzt werden und welche Anwendungen von den neuen Aufsichtskompetenzen berührt sein könnten. Die bestehenden Freigabe-, Zuständigkeits- und Dokumentationsregeln sollten zwischen Fachbereich, IT, Compliance und Governance-Funktionen abgeglichen werden. Offene regulatorische Einordnungsfragen und festgestellte Governance-Lücken sollten nachvollziehbar dokumentiert werden.
Quelle(n):
Bafin – Bafin: Überwachung von KI: Bafin erhält neue Kompetenzen – 29.07.2026 – Quelle: https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Pressemitteilung/2026/pm_2026_07_29_ki_verordnung.html
BaFin-Rundschreiben zu Hochrisikostaaten
Ampel: 🔴 Handeln
Was ist passiert?
Die BaFin hat ein Rundschreiben zu Hochrisikostaaten veröffentlicht, die Mängel in der Geldwäschebekämpfung aufweisen. Banken und Finanzdienstleister müssen die genannten Risiken adressieren und ihre internen Kontrollsysteme anpassen.
Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)?
Das Rundschreiben erfordert von Finanzinstituten eine erhöhte Wachsamkeit und Anpassung ihrer Kontrollsysteme, um Geldwäscherisiken effektiv zu managen.
Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun?
Finanzinstitute sollten die Inhalte des Rundschreibens zeitnah prüfen und ihre internen Kontrollsysteme entsprechend anpassen, um den Anforderungen gerecht zu werden.
Quelle(n):
BaFin – Bafin: Hochrisikostaaten: Bafin veröffentlicht Rundschreiben – 13.07.2026 – Quelle: https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Meldung/2026/meldung_2026_07_13_aktuell_rundschreiben_hochrisikostaaten.html
PCS-Einordnung & Ausblick
Die aktuellen Entwicklungen im Bereich der IT-Regulatorik und Governance zeigen deutlich, dass die Aufsichtsbehörden verstärkt auf die digitale Resilienz und die Anpassung an neue Technologien wie KI fokussieren. Die gemeinsame Aufsichtsmaßnahme zur digitalen Resilienz von CASPs und die Unterstützung der ESRB-Warnung zu Cyber-Risiken durch KI-Modelle verdeutlichen die Dringlichkeit, mit der Finanzinstitute ihre Sicherheits- und Risikomanagementstrategien überdenken müssen. Die Veröffentlichung neuer MiCA-Richtlinien und die Einführung von ESAP unterstreichen zudem die Bedeutung einer robusten Compliance- und Datenmanagementstrategie. Finanzinstitute sollten daher ihre internen Kontrollmechanismen und Berichterstattungspraktiken kritisch prüfen und anpassen, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.
In den kommenden Monaten sollten Finanzinstitute ihre Governance-Strategien weiterentwickeln, um den Anforderungen der Aufsichtsbehörden zur Minderung von ICT-Risiken gerecht zu werden. Die Anpassung an die neuen MiCA-Richtlinien und die Vorbereitung auf die Einführung von ESAP sind ebenfalls von hoher Priorität. Zudem sollten Institute die Entwicklungen im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung und der neuen technischen Standards für CCP-Zulassungen genau beobachten. Eine enge Zusammenarbeit zwischen IT, Compliance und Risikomanagement wird entscheidend sein, um die notwendigen Anpassungen effizient umzusetzen und die Resilienz gegenüber digitalen Bedrohungen zu stärken.
