Weekly IT-Regulatorik Briefing (29.06. – 05.07.2026)

Veröffentlicht am 7. Juli 2026

Die Finanzregulierung bewegt sich hin zu mehr Proportionalität und Transparenz. MaRisk-Novelle und EBA-Roadmap erfordern Anpassungen bei Finanzinstituten.

i 3 Inhaltsverzeichnis

Der Berichtszeitraum zeigt eine deutliche Bewegung hin zu einer stärkeren Proportionalität und Transparenz in der Finanzregulierung. Die Veröffentlichung der MaRisk-Novelle durch die BaFin und die Roadmap zur Einlagensicherung durch die EBA markieren wesentliche Schritte zur Anpassung der Risikomanagement- und Einlagensicherungspraktiken an aktuelle Herausforderungen. Diese Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit für Finanzinstitute, ihre internen Prozesse zeitnah anzupassen, um den neuen regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden. Zusätzlich hat die EBA mit der Veröffentlichung von Daten zu Einlagensicherungssystemen und der Konsultation zu KPIs der Taxonomie-Offenlegung weitere Impulse für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit gesetzt. Die ESMA-Richtlinien zur MiCA-Verordnung und die verlängerte Konsultationsfrist für EU-Krypto-Asset-Regeln bieten den Instituten die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung der regulatorischen Landschaft mitzuwirken. Diese Entwicklungen erfordern von den Instituten eine proaktive Auseinandersetzung mit den neuen Standards, um Compliance-Risiken zu minimieren und die Resilienz zu stärken.

Zeitraum: 29.06.2026 – 05.07.2026

Kernmeldungen (10)

MaRisk-Novelle erfordert sofortige Anpassungen im Risikomanagement

🔴 Handeln

Was ist passiert? Die BaFin hat die 9. Novelle der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) veröffentlicht. Diese Novelle ermöglicht eine stärkere Proportionalität im Risikomanagement und hat wesentliche Auswirkungen auf Banken und Sparkassen. Die Anpassungen sollen die Resilienz der Institute stärken und die Aufsicht über das Risikomanagement verbessern. Institute müssen die neuen Anforderungen zeitnah umsetzen, um den regulatorischen Vorgaben zu entsprechen. Die Änderungen sind von hoher Relevanz, da sie neue Standards im Risikomanagement einführen. Diese Standards sollen die Stabilität und Effizienz der Finanzinstitute erhöhen.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Die MaRisk-Novelle ist für Finanzinstitute von großer Bedeutung, da sie die regulatorischen Anforderungen an das Risikomanagement erheblich verändert. Eine stärkere Proportionalität ermöglicht es den Instituten, ihre Risikomanagementpraktiken besser an ihre spezifischen Bedürfnisse anzupassen. Dies kann zu einer effizienteren Nutzung von Ressourcen und einer verbesserten Risikosteuerung führen. Die Novelle stärkt die Resilienz der Institute und erhöht die Anforderungen an die Governance-Strukturen. Finanzinstitute müssen sicherstellen, dass sie die neuen Standards rechtzeitig implementieren, um regulatorische Sanktionen zu vermeiden.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Finanzinstitute sollten umgehend ihre Risikomanagementprozesse überprüfen und an die neuen Anforderungen der MaRisk-Novelle anpassen. Es ist wichtig, dass die Institute die Proportionalitätsprinzipien in ihren internen Prozessen integrieren. Schulungen und Workshops für Mitarbeiter könnten notwendig sein, um die neuen Standards effektiv umzusetzen. Die Institute sollten auch ihre Governance-Strukturen überprüfen, um sicherzustellen, dass sie den erhöhten Anforderungen entsprechen. Eine enge Zusammenarbeit mit der BaFin kann helfen, die Umsetzung der neuen Anforderungen zu erleichtern.

Quelle(n):
BaFin – Bafin: MaRisk-Novelle: Mehr Proportionalität – 30.06.2026 – Quelle: https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Meldung/2026/meldung_2026_06_30_9_marisk_novelle.html,
BaFin – Bafin: „Vertrauensvorschuss für die Institute“ – 30.06.2026 – Quelle: https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Fachartikel/2026/fa_bj_260630_9_marisk_novelle_speer.html

Konsultation zur KAPrüfbV-Änderungsverordnung gestartet

🟡 Prüfen

Was ist passiert? Die BaFin hat eine Konsultation zur Änderungsverordnung der KAPrüfbV gestartet. Diese betrifft die Prüfungsberichte von Fonds und Kapitalverwaltungsgesellschaften. Die Konsultation bietet die Möglichkeit, Feedback zu den vorgeschlagenen Änderungen zu geben. Diese Änderungen haben direkte Auswirkungen auf die Kreditvergabe von Fonds. Die Konsultation ist für Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister von Bedeutung. Die BaFin lädt zur aktiven Teilnahme an der Konsultation ein.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Die Konsultation zur KAPrüfbV-Änderungsverordnung ist relevant, da sie die Prüfungsstandards für Fonds und Kapitalverwaltungsgesellschaften betrifft. Änderungen in diesen Bereichen können erhebliche Auswirkungen auf die Compliance-Anforderungen der betroffenen Institute haben. Die Möglichkeit zur Stellungnahme bietet den Instituten die Chance, ihre Perspektiven und Bedenken einzubringen. Eine aktive Teilnahme kann dazu beitragen, die regulatorischen Anforderungen praxisnah zu gestalten. Die Konsultation ist ein wichtiger Schritt zur Anpassung der Aufsichtsstandards an aktuelle Marktbedingungen.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Institute sollten die vorgeschlagenen Änderungen der KAPrüfbV genau prüfen und ihre Auswirkungen auf die eigenen Prüfungsprozesse analysieren. Es ist ratsam, sich aktiv an der Konsultation zu beteiligen und Feedback zu geben. Die Institute sollten sicherstellen, dass ihre Compliance- und Prüfungsabteilungen die Änderungen verstehen und umsetzen können. Eine frühzeitige Anpassung der internen Prozesse kann helfen, zukünftige regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen. Die Teilnahme an der Konsultation bietet die Möglichkeit, die eigenen Interessen in den regulatorischen Prozess einzubringen.

Quelle(n):
BaFin – Bafin: KAPrüfbV: Bafin konsultiert Änderungsverordnung – 30.06.2026 – Quelle: https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Meldung/2026/meldung_2026_06_30_konsultation_kapr%C3%BCfbv.html

MaRisk-Novelle stärkt Proportionalität im Risikomanagement

🔴 Handeln

Was ist passiert? Die BaFin hat die 9. Novelle der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) veröffentlicht. Diese Novelle ermöglicht eine stärkere Proportionalität im Risikomanagement von Banken und Sparkassen. Die neuen Standards sollen die Resilienz der Institute stärken und die Aufsicht über das Risikomanagement verbessern. Institute sind aufgefordert, die neuen Anforderungen zeitnah umzusetzen. Die Novelle ist ein wesentlicher Schritt zur Anpassung der Risikomanagementpraktiken an die aktuellen Herausforderungen.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Die MaRisk-Novelle ist von hoher Relevanz, da sie die Risikomanagementpraktiken von Banken und Sparkassen direkt betrifft. Die stärkere Proportionalität ermöglicht es den Instituten, ihre Risikomanagementsysteme effizienter und an ihre spezifischen Bedürfnisse angepasst zu gestalten. Die Anpassungen sollen die Widerstandsfähigkeit der Institute gegenüber finanziellen Risiken erhöhen. Eine zeitnahe Umsetzung der neuen Anforderungen ist entscheidend, um regulatorische Sanktionen zu vermeiden. Die Novelle bietet den Instituten die Möglichkeit, ihre Risikomanagementprozesse zu optimieren und an die aktuellen Marktbedingungen anzupassen.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Institute sollten die neuen Anforderungen der MaRisk-Novelle gründlich analysieren und ihre Risikomanagementsysteme entsprechend anpassen. Es ist wichtig, die internen Prozesse und Kontrollen zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie den neuen Standards entsprechen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Risikomanagement- und Compliance-Abteilungen kann helfen, die Umsetzung effizient zu gestalten. Institute sollten Schulungen und Workshops für ihre Mitarbeiter anbieten, um ein umfassendes Verständnis der neuen Anforderungen zu gewährleisten. Eine proaktive Anpassung kann helfen, die Resilienz der Institute zu stärken und regulatorische Risiken zu minimieren.

Quelle(n):
BaFin – Bafin: MaRisk-Novelle: Mehr Proportionalität – 30.06.2026 – Quelle: https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Meldung/2026/meldung_2026_06_30_9_marisk_novelle.html,
BaFin – Bafin: „Vertrauensvorschuss für die Institute“ – 30.06.2026 – Quelle: https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Fachartikel/2026/fa_bj_260630_9_marisk_novelle_speer.html

EBA veröffentlicht Roadmap zur Einlagensicherung und Bericht zur Aufsichtskonvergenz

🟢 Beobachten

Was ist passiert? Die EBA hat eine Roadmap zur Umsetzung der Einlagensicherungsrichtlinie sowie einen Bericht zur Aufsichtskonvergenz veröffentlicht. Diese Dokumente sind von hoher Relevanz für Banken in der EU, da sie darauf abzielen, den Einlegerschutz zu stärken und die Aufsichtspraktiken zu vereinheitlichen. Die Roadmap legt die Schritte zur Implementierung der Einlagensicherungsrichtlinie dar, während der Bericht die Fortschritte und Herausforderungen bei der Aufsichtskonvergenz beleuchtet. Beide Veröffentlichungen sind Teil der Bemühungen der EBA, die Stabilität und Transparenz im Finanzsektor zu erhöhen. Die Dokumente bieten einen klaren Rahmen für die zukünftige Entwicklung der Einlagensicherungssysteme. Sie sind ein wichtiger Schritt zur Harmonisierung der Aufsichtsstandards in der EU.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Die Veröffentlichung dieser Dokumente ist für Finanzinstitute von großer Bedeutung, da sie die regulatorischen Anforderungen und Erwartungen der EBA verdeutlichen. Die Roadmap zur Einlagensicherung bietet Banken eine klare Orientierung, wie sie ihre Systeme anpassen müssen, um den neuen Standards zu entsprechen. Der Bericht zur Aufsichtskonvergenz zeigt, wo noch Handlungsbedarf besteht, um eine einheitliche Aufsichtspraxis in der EU zu erreichen. Diese Entwicklungen sind entscheidend für die Sicherstellung eines stabilen und vertrauenswürdigen Finanzsystems. Banken müssen sich auf die Umsetzung der neuen Anforderungen vorbereiten, um Compliance-Risiken zu minimieren. Die Harmonisierung der Aufsichtsstandards wird langfristig zu einer stärkeren Integration des europäischen Finanzmarktes beitragen.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Banken sollten die Roadmap zur Einlagensicherung genau analysieren und ihre internen Prozesse entsprechend anpassen. Es ist wichtig, die in der Roadmap beschriebenen Schritte zeitnah umzusetzen, um den regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden. Zudem sollten Institute den Bericht zur Aufsichtskonvergenz nutzen, um ihre eigenen Praktiken zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Eine enge Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden kann dabei helfen, die Umsetzung effizient zu gestalten. Banken sollten auch die Möglichkeit nutzen, sich aktiv an der Diskussion über die Harmonisierung der Aufsichtsstandards zu beteiligen. Dies kann durch die Teilnahme an Konsultationen oder durch den Austausch mit anderen Marktteilnehmern geschehen.

Quelle(n):
European Banking Authority – EBA E-mail alert 29 June 2026 – 29.06.2026 – Quelle: https://www.eba.europa.eu/publications-and-media/press-releases/eba-publishes-roadmap-delivery-its-mandates-under-revised-deposit-guarantee-schemes-directive

EBA veröffentlicht Daten zu EU-Einlagensicherungssystemen

🟢 Beobachten

Was ist passiert? Die EBA hat aktuelle Daten zu den EU-Einlagensicherungssystemen veröffentlicht, die ein Volumen von 85 Milliarden Euro erreicht haben. Diese Veröffentlichung zielt darauf ab, die Transparenz und Verantwortlichkeit der Einlagensicherungssysteme zu erhöhen. Die Daten zeigen das Wachstum der finanziellen Mittel, die zum Schutz der Einleger bereitstehen. Diese Informationen sind entscheidend für die Bewertung der Stabilität und Effektivität der Einlagensicherungssysteme in der EU. Die Veröffentlichung ist Teil der kontinuierlichen Bemühungen der EBA, die Transparenz im Finanzsektor zu fördern. Sie bietet einen umfassenden Überblick über die finanzielle Ausstattung der Einlagensicherungssysteme.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Für Finanzinstitute sind diese Daten von großer Bedeutung, da sie Einblicke in die finanzielle Stabilität der Einlagensicherungssysteme bieten. Die Informationen helfen Banken, die Risiken im Zusammenhang mit Einlagensicherungen besser zu verstehen und ihre Strategien entsprechend anzupassen. Die Transparenz über die finanziellen Mittel stärkt das Vertrauen der Einleger und trägt zur Stabilität des Finanzsystems bei. Banken müssen sicherstellen, dass sie die Anforderungen der Einlagensicherungssysteme erfüllen, um das Vertrauen der Kunden zu erhalten. Die Veröffentlichung unterstützt Institute dabei, ihre Risikomanagementpraktiken zu verbessern und sich auf mögliche regulatorische Änderungen vorzubereiten.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Banken sollten die veröffentlichten Daten sorgfältig analysieren und ihre internen Risikomanagementprozesse entsprechend anpassen. Es ist wichtig, die finanzielle Ausstattung der Einlagensicherungssysteme zu überwachen und sicherzustellen, dass die eigenen Einlagensicherungspraktiken den regulatorischen Anforderungen entsprechen. Institute sollten auch die Möglichkeit nutzen, sich über die Entwicklungen in den Einlagensicherungssystemen zu informieren und sich aktiv an Diskussionen über deren Weiterentwicklung zu beteiligen. Eine enge Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden kann dabei helfen, die Einhaltung der Anforderungen sicherzustellen. Banken sollten zudem ihre Kunden über die Stabilität und Sicherheit der Einlagensicherungssysteme informieren, um das Vertrauen zu stärken.

Quelle(n):
European Banking Authority – EBA E-mail alert 30 June 2026 – 30.06.2026 – Quelle: https://www.eba.europa.eu/publications-and-media/press-releases/eu-deposit-guarantee-scheme-funds-protect-depositors-against-bank-failures-continue-grow-and-have

EBA startet Konsultation zu KPIs der Taxonomie-Offenlegung

🟢 Beobachten

Was ist passiert? Die EBA hat ein Diskussionspapier zu den Key Performance Indicators (KPIs) der Taxonomie-Offenlegung veröffentlicht. Die Konsultation läuft bis zum 12. August 2026 und bietet interessierten Parteien die Möglichkeit, Feedback zu geben. Ziel der Konsultation ist es, die Offenlegungsanforderungen für Banken zu präzisieren und zu verbessern. Die KPIs sollen dazu beitragen, die Transparenz und Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsinformationen zu erhöhen. Diese Initiative ist Teil der Bemühungen der EBA, die ESG-Offenlegung im Finanzsektor zu stärken. Die Konsultation bietet eine Plattform für den Austausch von Meinungen und Vorschlägen zur Verbesserung der Offenlegungspraktiken.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Die Konsultation ist für Banken von großer Bedeutung, da sie die zukünftigen Offenlegungsanforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit beeinflussen könnte. Die Einführung klarer KPIs wird die Vergleichbarkeit von ESG-Daten verbessern und den Druck auf Banken erhöhen, ihre Nachhaltigkeitspraktiken offenzulegen. Finanzinstitute müssen sich auf die neuen Anforderungen vorbereiten, um Compliance-Risiken zu vermeiden. Die Konsultation bietet die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung der Offenlegungsstandards mitzuwirken. Eine stärkere Transparenz im Bereich der Nachhaltigkeit wird das Vertrauen der Investoren stärken und die Reputation der Banken verbessern.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Banken sollten die Konsultation aufmerksam verfolgen und die Möglichkeit nutzen, Feedback zu den vorgeschlagenen KPIs zu geben. Es ist wichtig, die eigenen Offenlegungspraktiken zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie den zukünftigen Anforderungen entsprechen. Institute sollten auch die Entwicklungen im Bereich der ESG-Offenlegung beobachten und sich auf mögliche regulatorische Änderungen vorbereiten. Eine aktive Teilnahme an der Konsultation kann dazu beitragen, die eigenen Interessen zu vertreten und die zukünftigen Standards mitzugestalten. Banken sollten zudem ihre internen Prozesse anpassen, um die Transparenz und Vergleichbarkeit ihrer Nachhaltigkeitsinformationen zu verbessern.

Quelle(n):
European Banking Authority – EBA E-mail alert 1 July 2026 – 01.07.2026 – Quelle: https://www.eba.europa.eu/publications-and-media/press-releases/eba-launches-consultation-key-performance-indicators-taxonomy-disclosures

EBA-Review zur Einhaltung von Offenlegungspflichten unter CRR und BRRD

🟢 Beobachten

Was ist passiert? Die EBA hat die Ergebnisse einer Peer Review zur Einhaltung der Offenlegungspflichten unter der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Bank Recovery and Resolution Directive (BRRD) veröffentlicht. Die Überprüfung ergab eine hohe Compliance, jedoch wurden Konsistenzprobleme festgestellt. Die Review zeigt, dass die Anforderungen von Säule 3 weitgehend integriert sind, aber es besteht Bedarf an einer stärkeren Konsistenz in der Umsetzung. Diese Ergebnisse sind Teil der kontinuierlichen Bemühungen der EBA, die Transparenz und Vergleichbarkeit der Offenlegungen im Finanzsektor zu verbessern. Die Review bietet wertvolle Einblicke in die aktuellen Herausforderungen und Fortschritte bei der Einhaltung der Offenlegungspflichten.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Für Banken ist diese Review von großer Bedeutung, da sie die Einhaltung der Offenlegungspflichten unter CRR und BRRD bewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass trotz hoher Compliance noch Verbesserungsbedarf besteht, insbesondere in Bezug auf die Konsistenz der Offenlegungen. Finanzinstitute müssen sicherstellen, dass ihre Offenlegungspraktiken den regulatorischen Anforderungen entsprechen, um Compliance-Risiken zu minimieren. Die Review bietet eine Gelegenheit, die eigenen Praktiken zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Eine stärkere Konsistenz in der Offenlegung wird das Vertrauen der Investoren stärken und die Transparenz im Finanzsektor erhöhen.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Banken sollten die Ergebnisse der Review sorgfältig analysieren und ihre Offenlegungspraktiken entsprechend anpassen. Es ist wichtig, die Konsistenz der eigenen Offenlegungen zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie den Anforderungen von CRR und BRRD entsprechen. Institute sollten auch die Möglichkeit nutzen, sich über Best Practices im Bereich der Offenlegung zu informieren und diese in ihre eigenen Prozesse zu integrieren. Eine enge Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden kann dabei helfen, die Einhaltung der Anforderungen sicherzustellen. Banken sollten zudem ihre internen Kontrollsysteme stärken, um die Qualität und Konsistenz ihrer Offenlegungen zu verbessern.

Quelle(n):
European Banking Authority – EBA E-mail alert 2 July 2026 – 02.07.2026 – Quelle: https://www.eba.europa.eu/publications-and-media/press-releases/targeted-eba-peer-review-finds-high-compliance-pillar-3-disclosures-calls-greater-consistency

EBA veröffentlicht neue Q&As zu Leverage Ratio und FINREP

🟢 Beobachten

Was ist passiert? Die EBA hat neue Fragen und Antworten (Q&As) zur Leverage Ratio und zu FINREP veröffentlicht. Diese Q&As bieten Klarheit über die Berichterstattungspflichten und die Klassifizierung von Engagements. Die Veröffentlichung zielt darauf ab, die Verständlichkeit und Konsistenz der Berichterstattung im Finanzsektor zu verbessern. Die Q&As sind Teil der Bemühungen der EBA, die Transparenz und Vergleichbarkeit der Finanzberichte zu erhöhen. Sie bieten Banken eine wertvolle Orientierungshilfe bei der Umsetzung der regulatorischen Anforderungen. Die Veröffentlichung ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Berichterstattungspraktiken im Finanzsektor.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Für Banken sind diese Q&As von großer Bedeutung, da sie Klarheit über die Berichterstattungspflichten im Zusammenhang mit der Leverage Ratio und FINREP bieten. Die Q&As helfen, Missverständnisse zu vermeiden und die Konsistenz der Berichterstattung zu verbessern. Finanzinstitute müssen sicherstellen, dass ihre Berichterstattungspraktiken den regulatorischen Anforderungen entsprechen, um Compliance-Risiken zu minimieren. Die Veröffentlichung bietet eine Gelegenheit, die eigenen Berichterstattungsprozesse zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Eine klare und konsistente Berichterstattung wird das Vertrauen der Investoren stärken und die Transparenz im Finanzsektor erhöhen.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Banken sollten die neuen Q&As sorgfältig analysieren und ihre Berichterstattungspraktiken entsprechend anpassen. Es ist wichtig, die Anforderungen der Leverage Ratio und FINREP genau zu verstehen und sicherzustellen, dass sie korrekt umgesetzt werden. Institute sollten auch die Möglichkeit nutzen, sich über Best Practices im Bereich der Berichterstattung zu informieren und diese in ihre eigenen Prozesse zu integrieren. Eine enge Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden kann dabei helfen, die Einhaltung der Anforderungen sicherzustellen. Banken sollten zudem ihre internen Kontrollsysteme stärken, um die Qualität und Konsistenz ihrer Berichterstattung zu verbessern.

Quelle(n):
EBA – EBA E-mail alert 3 July 2026 – 03.07.2026 – Quelle: https://www.eba.europa.eu/single-rule-book-qa/qna/view/publicId/2025_7587

ESMA veröffentlicht neue Richtlinien zur MiCA-Verordnung und verhängt Bußgelder

🔴 Handeln

Was ist passiert? Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat neue Richtlinien zur MiCA-Verordnung veröffentlicht. Diese beinhalten wichtige regulatorische Anpassungen, die für Finanzinstitute in der EU von hoher Relevanz sind. Gleichzeitig wurde Moody’s Germany mit einer Geldstrafe von 2,145 Millionen Euro für Fehlberichterstattung belegt. Darüber hinaus identifiziert die ESMA potenzielle jährliche Einsparungen durch die Vereinfachung der EU-Transaktionsberichterstattung.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Die neuen Richtlinien zur MiCA-Verordnung erfordern von Finanzinstituten eine genaue Überprüfung und Anpassung ihrer Compliance-Prozesse. Die Geldstrafe gegen Moody’s Germany unterstreicht die Bedeutung korrekter Berichterstattung und die Konsequenzen bei Verstößen. Die identifizierten Einsparungspotenziale könnten zudem die Effizienz der Berichterstattung verbessern und Kosten senken.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Finanzinstitute sollten die neuen ESMA-Richtlinien zur MiCA-Verordnung umgehend prüfen und ihre internen Prozesse entsprechend anpassen. Es ist wichtig, die Compliance-Anforderungen zu überprüfen, um mögliche Sanktionen zu vermeiden. Zudem sollten die identifizierten Einsparungspotenziale analysiert und gegebenenfalls in die Berichterstattungsprozesse integriert werden.

Quelle(n):
ESMA – ESMA – Notifications – 03.07.2026 – Quelle: https://www.esma.europa.eu/esmas-activities/digital-finance-and-innovation/markets-crypto-assets-regulation-mica

Konsultationsfrist für EU-Krypto-Asset-Regeln verlängert

🟢 Beobachten

Was ist passiert? Die Europäische Kommission hat die Frist für die Konsultation zur Funktionsweise der EU-Krypto-Asset-Regeln verlängert. Diese Verlängerung gibt Finanzinstituten mehr Zeit, um Stellungnahmen einzureichen und sich auf mögliche regulatorische Änderungen vorzubereiten.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Die Konsultation ist entscheidend, da sie die zukünftigen regulatorischen Anforderungen im Bereich Krypto-Assets beeinflussen könnte. Eine aktive Teilnahme an der Konsultation ermöglicht es Finanzinstituten, ihre Interessen zu vertreten und auf die Gestaltung der Regeln Einfluss zu nehmen.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Finanzinstitute sollten die verlängerte Frist nutzen, um ihre Stellungnahmen sorgfältig vorzubereiten und einzureichen. Es ist ratsam, die potenziellen Auswirkungen der vorgeschlagenen Regelungen auf die eigenen Geschäftsmodelle zu analysieren und entsprechende Anpassungen zu planen.

Quelle(n):
European Commission – News alert: Deadline extended for consultation on the functioning of EU crypto-assets rules – 29.06.2026 – Quelle: https://ec.europa.eu/newsroom/fisma/newsletter-archives/77001

EU-Kommission verabschiedet überarbeitete Nachhaltigkeitsberichterstattungsstandards

🟢 Beobachten

Was ist passiert? Die Europäische Kommission hat überarbeitete Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung angenommen. Diese neuen Standards zielen darauf ab, die Transparenz und Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsinformationen zu verbessern und könnten neue Anforderungen an die Berichterstattung im Finanzsektor mit sich bringen.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Die überarbeiteten Standards sind für Finanzinstitute von Bedeutung, da sie die Art und Weise, wie Nachhaltigkeitsinformationen berichtet werden, erheblich beeinflussen könnten. Eine verbesserte Transparenz und Vergleichbarkeit kann das Vertrauen der Investoren stärken und regulatorische Risiken minimieren.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Finanzinstitute sollten die neuen Standards genau analysieren und ihre Berichterstattungsprozesse entsprechend anpassen. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass alle relevanten Nachhaltigkeitsinformationen vollständig und korrekt erfasst und berichtet werden, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.

Quelle(n):
EU-Kommission – Finance News Hub – New Article: Commission adopts revised sustainability reporting standards – 03.07.2026 – Quelle: https://ec.europa.eu/newsroom/fisma/newsletter-archives/77277

PCS-Einordnung & Ausblick

Die aktuellen regulatorischen Entwicklungen verdeutlichen die zunehmende Bedeutung von Proportionalität und Transparenz im Finanzsektor. Die MaRisk-Novelle und die EBA-Roadmap zur Einlagensicherung fordern von den Instituten eine rasche Anpassung ihrer Risikomanagement- und Sicherungssysteme. Gleichzeitig bieten die Konsultationen der EBA und der EU-Kommission den Instituten die Möglichkeit, ihre Interessen aktiv in den regulatorischen Prozess einzubringen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Stabilität und Effizienz der Finanzinstitute zu erhöhen und die Aufsichtspraxis zu harmonisieren. Finanzinstitute müssen sicherstellen, dass ihre internen Prozesse den neuen Anforderungen entsprechen, um regulatorische Sanktionen zu vermeiden und das Vertrauen der Investoren zu stärken.

In den kommenden Monaten sollten Finanzinstitute ihre Risikomanagement- und Einlagensicherungsprozesse gründlich überprüfen und an die neuen regulatorischen Anforderungen anpassen. Die aktive Teilnahme an Konsultationen, insbesondere im Bereich der Krypto-Assets und der ESG-Offenlegung, bietet die Möglichkeit, die eigenen Interessen zu vertreten und zukünftige Standards mitzugestalten. Zudem ist es entscheidend, die neuen Berichterstattungsstandards der EU-Kommission zu analysieren und die internen Prozesse entsprechend anzupassen. Eine enge Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden und die kontinuierliche Überwachung der regulatorischen Entwicklungen werden entscheidend sein, um Compliance-Risiken zu minimieren und die Resilienz der Institute zu stärken.