Weekly IT-Regulatorik Briefing (06.07. – 12.07.2026)

Veröffentlicht am 13. Juli 2026

Diese Woche zeigt verstärkte regulatorische Maßnahmen im Finanzsektor. BaFin und EBA betonen Geldwäscheprävention und Meldepflichten.

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Die aktuelle Woche zeigt ein klares Muster verstärkter regulatorischer Maßnahmen und Anpassungen im Finanzsektor. Die BaFin und die EBA haben bedeutende Schritte unternommen, um die Geldwäscheprävention zu stärken und die Einhaltung von Meldepflichten zu sichern. Gleichzeitig betont der AFS-Bericht die Widerstandsfähigkeit des deutschen Finanzsystems, während die ESMA Initiativen zur Verbesserung der Transparenz und digitalen Resilienz vorantreibt. Diese Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit für Finanzinstitute, ihre internen Prozesse zu überprüfen und anzupassen. Die Einführung der MiCAR-Lizenzpflicht und die neuen EBA-Leitlinien zur Genehmigung von Drittstaatenfilialen sind entscheidende Schritte, die die Marktstabilität fördern sollen. Zudem erfordert die Veröffentlichung von Verlustdaten durch die EBA eine sorgfältige Analyse zur Anpassung der Risikomodelle. Die ESMA-Initiativen zur digitalen Resilienz und zur Verbesserung der Transparenz im Finanzwesen sind weitere zentrale Themen, die die strategische Planung der Institute beeinflussen werden.

Zeitraum: 06.07.2026 – 12.07.2026

Kernmeldungen (11)

Warnung vor Geldwäscherisiken bei Kryptowerte-Dienstleistungen

🔴 Handeln

Was ist passiert? Die BaFin und die Financial Intelligence Unit (FIU) haben eine Warnung bezüglich der Geldwäscherisiken im Zusammenhang mit Kryptowerte-Dienstleistungen ausgesprochen. Seit Juli 2026 ist es für alle Anbieter in der EU verpflichtend, eine MiCAR-Lizenz zu besitzen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Geldwäscheprävention zu stärken und die Einhaltung regulatorischer Anforderungen sicherzustellen.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Diese Warnung ist besonders relevant für Banken und Finanzdienstleister, da sie die Notwendigkeit unterstreicht, sich an die neuen regulatorischen Anforderungen anzupassen. Die Einführung der MiCAR-Lizenzpflicht ist ein entscheidender Schritt zur Minimierung von Geldwäscherisiken im Kryptobereich. Finanzinstitute müssen sicherstellen, dass ihre Partner und Dienstleister lizenziert sind, um Sanktionen zu vermeiden.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Finanzinstitute sollten umgehend ihre Geschäftsbeziehungen zu Kryptowerte-Dienstleistern überprüfen und sicherstellen, dass alle Partner über die erforderliche MiCAR-Lizenz verfügen. Zudem sollten interne Prozesse zur Geldwäscheprävention angepasst und verstärkt werden. Eine enge Zusammenarbeit mit der FIU kann helfen, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und zu adressieren.

Quelle(n): BaFin – Bafin: Bafin und FIU warnen vor Geldwäscherisiken – 08.07.2026 – Quelle: https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Meldung/2026/meldung_2026_07_08_fiu_geldwaescherisiken.html

Bußgeld gegen Raiffeisenbank Lech-Donau eG wegen Meldepflichtverletzung

🔴 Handeln

Was ist passiert? Die BaFin hat ein Bußgeld in Höhe von 22.000 Euro gegen die Raiffeisenbank Lech-Donau eG verhängt. Der Grund für diese Maßnahme ist das Versäumnis, Meldungen an den BaFin-Kontenvergleich zu übermitteln. Diese Entscheidung betont die Wichtigkeit der Einhaltung von Meldepflichten im Finanzsektor.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Die Einhaltung von Meldepflichten ist für Finanzinstitute von zentraler Bedeutung, um regulatorische Sanktionen zu vermeiden. Diese Maßnahme der BaFin zeigt, dass Verstöße gegen Meldepflichten ernsthafte finanzielle und reputative Konsequenzen nach sich ziehen können. Banken müssen sicherstellen, dass ihre internen Prozesse zur Erfüllung dieser Pflichten robust und zuverlässig sind.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Finanzinstitute sollten ihre internen Meldeprozesse überprüfen und sicherstellen, dass alle regulatorischen Anforderungen erfüllt werden. Es ist ratsam, regelmäßige Schulungen für Mitarbeiter durchzuführen, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Meldepflichten zu schärfen. Zudem sollten Systeme zur Überwachung und Dokumentation von Meldungen implementiert oder verbessert werden.

Quelle(n): Bafin – Bafin: Raiffeisenbank Lech-Donau eG: Bafin setzt Bußgeld fest – 09.07.2026 – Quelle: https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Massnahmen/60b_KWG_84_WpIG_und_57_GwG/meldung_2026_07_09_raiffeisenbank_lech-donau_eg.html?expanded=true

AFS-Bericht: Widerstandsfähigkeit des deutschen Finanzsystems

🟢 Beobachten

Was ist passiert? Der 13. Jahresbericht des Ausschusses für Finanzstabilität (AFS) hebt die Widerstandsfähigkeit des deutschen Finanzsystems hervor. Trotz dieser positiven Bewertung warnt der Bericht vor steigenden Risiken durch geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten. Diese Erkenntnisse sind entscheidend für die Anpassung der Risikomanagementstrategien von Banken und Finanzdienstleistern.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Die Stabilität des Finanzsystems ist für die Funktionsfähigkeit der gesamten Wirtschaft von zentraler Bedeutung. Die im Bericht genannten Risiken erfordern eine proaktive Anpassung der Risikomanagementstrategien, um potenzielle Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und zu mitigieren. Finanzinstitute müssen wachsam bleiben und ihre Strategien kontinuierlich anpassen.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Banken und Finanzdienstleister sollten ihre Risikomanagementstrategien überprüfen und an die aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen anpassen. Eine verstärkte Überwachung der Risikofaktoren und eine enge Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden sind essenziell. Es ist ratsam, Szenarioanalysen durchzuführen, um auf mögliche Krisen vorbereitet zu sein.

Quelle(n): BaFin – Bafin: AFS: Deutsches Finanzsystem bleibt insgesamt widerstandsfähig – 06.07.2026 – Quelle: https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Meldung/2026/meldung_2026_07_06_afs_jahresbericht.html

EBA veröffentlicht Verlustdaten für Immobilienmärkte 2025

🟢 Beobachten

Was ist passiert? Die EBA hat die jährlichen Verlust- und Expositionsdaten für Wohn- und Gewerbeimmobilien in der EU und dem EWR für das Jahr 2025 veröffentlicht. Diese Veröffentlichung erfolgt gemäß Artikel 430a der CRR und zielt darauf ab, die Transparenz und Vergleichbarkeit der nationalen Immobilienmärkte zu fördern. Die Daten sind entscheidend für Banken und Finanzdienstleister, um die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen und die Risiken im Immobiliensektor zu bewerten. Die Veröffentlichung unterstützt die Institute dabei, fundierte Entscheidungen im Bereich des Immobilienkreditgeschäfts zu treffen. Die Daten umfassen sowohl Wohn- als auch Gewerbeimmobilien und bieten einen umfassenden Überblick über die Marktbedingungen. Diese Informationen sind besonders relevant für die Risikobewertung und das Management von Immobilienportfolios.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Die Veröffentlichung der Verlustdaten ist für Finanzinstitute von hoher Bedeutung, da sie eine Grundlage für die Bewertung von Risiken im Immobiliensektor bietet. Die Daten helfen dabei, die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen gemäß CRR sicherzustellen. Sie ermöglichen es den Instituten, ihre Risikomodelle zu kalibrieren und die Kapitalanforderungen entsprechend anzupassen. Darüber hinaus fördern sie die Transparenz und Vergleichbarkeit zwischen den nationalen Märkten, was für die strategische Planung und das Risikomanagement entscheidend ist. Die Informationen sind auch für die Aufsichtsbehörden wichtig, um die Stabilität des Finanzsystems zu überwachen.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Finanzinstitute sollten die veröffentlichten Verlustdaten sorgfältig analysieren und in ihre Risikobewertungsprozesse integrieren. Es ist ratsam, die Auswirkungen auf die bestehenden Risikomodelle zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Die Institute sollten sicherstellen, dass ihre internen Prozesse und Systeme die neuen Daten effektiv nutzen können, um die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Darüber hinaus sollten sie die Transparenzanforderungen im Immobiliensektor berücksichtigen und ihre Berichterstattungspraktiken entsprechend anpassen. Eine regelmäßige Überprüfung der Immobilienportfolios im Lichte der neuen Daten ist ebenfalls empfehlenswert.

Quelle(n): European Banking Authority – EBA E-mail alert 6 July 2026 – 06.07.2026 – Quelle: https://www.eba.europa.eu/publications-and-media/press-releases/eba-publishes-2025-loss-data-immovable-property-markets-under-article-430a-capital-requirements

EBA veröffentlicht Leitlinien zur Genehmigung von Drittstaatenfilialen

🔴 Handeln

Was ist passiert? Die EBA hat neue Leitlinien zur Genehmigung von Drittstaatenfilialen im Rahmen der CRD6 veröffentlicht. Diese Leitlinien sollen den Zugang von Drittstaatenbanken zum EU-Markt harmonisieren und die regulatorischen Anforderungen vereinheitlichen. Gleichzeitig unterstützen die Europäischen Aufsichtsbehörden die Warnung des ESRB vor systemischen Cyberrisiken, die durch fortschrittliche KI-Modelle entstehen können. Die neuen Leitlinien erfordern von den Instituten, ihre Genehmigungsprozesse zu überprüfen und anzupassen. Die Harmonisierung der Anforderungen soll die Marktstabilität fördern und den Wettbewerb im Finanzsektor stärken.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Die neuen Leitlinien sind für Finanzinstitute von großer Bedeutung, da sie die Bedingungen für den Marktzugang von Drittstaatenbanken in der EU regeln. Eine einheitliche Genehmigungspraxis soll die Transparenz und Fairness im Markt erhöhen. Gleichzeitig wird die Aufmerksamkeit auf die zunehmenden Cyberrisiken gelenkt, die durch den Einsatz von KI-gestützten Modellen entstehen können. Institute müssen sicherstellen, dass ihre Sicherheitsmaßnahmen diesen Risiken gerecht werden. Die Leitlinien bieten eine Gelegenheit, die internen Prozesse zu optimieren und die Compliance mit den regulatorischen Anforderungen zu gewährleisten.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Institute sollten ihre bestehenden Genehmigungsprozesse für Drittstaatenfilialen überprüfen und an die neuen Leitlinien anpassen. Es ist wichtig, die internen Kontrollmechanismen zu stärken und sicherzustellen, dass alle regulatorischen Anforderungen erfüllt werden. Darüber hinaus sollten Institute ihre Cyberrisikomanagement-Strategien überarbeiten, um den potenziellen Bedrohungen durch KI-Modelle entgegenzuwirken. Eine enge Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden kann dabei helfen, die Umsetzung der Leitlinien effizient zu gestalten. Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen für Mitarbeiter sind ebenfalls empfehlenswert, um das Bewusstsein für die neuen Anforderungen zu schärfen.

Quelle(n): EBA – EBA E-mail alert 7 July 2026 – 07.07.2026 – Quelle: https://www.eba.europa.eu/publications-and-media/press-releases/eba-publishes-final-guidelines-authorisation-third-country-branches-under-capital-requirements

EBA-Stellungnahme zur IFRS 18-Umsetzung veröffentlicht

🟡 Prüfen

Was ist passiert? Die EBA hat eine Stellungnahme zur Berichterstattung von Gewinn- und Verlustinformationen während des Übergangszeitraums zwischen der ersten Anwendung von IFRS 18 und den neuen ITS veröffentlicht. Diese Stellungnahme zielt darauf ab, den operativen Aufwand für Institute zu reduzieren und die Konsistenz im Finanzberichtswesen zu unterstützen. Die EBA betont die Bedeutung einer einheitlichen Berichterstattung, um die Vergleichbarkeit der Finanzdaten zu gewährleisten. Die Stellungnahme bietet Klarheit über die Erwartungen der Aufsichtsbehörden und hilft den Instituten, ihre Berichterstattungsprozesse anzupassen.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Die Stellungnahme ist für Finanzinstitute relevant, da sie die Anforderungen an die Berichterstattung während des IFRS 18-Übergangszeitraums klärt. Eine konsistente Berichterstattung ist entscheidend, um die Transparenz und Vergleichbarkeit der Finanzdaten zu gewährleisten. Die Institute müssen sicherstellen, dass ihre internen Prozesse den neuen Anforderungen entsprechen, um regulatorische Risiken zu minimieren. Die Stellungnahme bietet eine Gelegenheit, die Effizienz der Berichterstattungsprozesse zu verbessern und den operativen Aufwand zu reduzieren.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Institute sollten die Stellungnahme der EBA sorgfältig prüfen und ihre Berichterstattungsprozesse entsprechend anpassen. Es ist wichtig, die internen Systeme und Kontrollen zu überprüfen, um die Einhaltung der neuen Anforderungen sicherzustellen. Die Institute sollten auch Schulungen für Mitarbeiter anbieten, um das Verständnis für die neuen Berichterstattungsanforderungen zu fördern. Eine enge Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden kann dabei helfen, Unsicherheiten zu klären und die Umsetzung der Anforderungen zu erleichtern. Regelmäßige Überprüfungen der Berichterstattungsprozesse sind empfehlenswert, um die Effizienz zu steigern.

Quelle(n): European Banking Authority – EBA E-mail alert 8 July 2026 – 08.07.2026 – Quelle: https://www.eba.europa.eu/publications-and-media/press-releases/eba-issues-opinion-implementation-ifrs-18-supervisory-financial-reporting-support-consistency-ifrs

EBA veröffentlicht finales technisches Paket für Reporting-Framework

🔴 Handeln

Was ist passiert? Die EBA hat das finale technische Paket für Version 4.3 ihres Reporting-Frameworks veröffentlicht. Dieses Paket führt neue Berichtspflichten für Drittstaaten-Niederlassungen ein und unterstützt die AML-Risikoerhebung. Die Neuerungen betreffen die Einhaltung regulatorischer Anforderungen und stärken die Compliance im Bereich der Geldwäscheprävention. Das technische Paket bietet detaillierte Anweisungen zur Umsetzung der neuen Berichtspflichten und zielt darauf ab, die Transparenz und Effizienz im Berichtswesen zu erhöhen.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Das finale technische Paket ist für Finanzinstitute von hoher Relevanz, da es die Anforderungen an das Reporting-Framework aktualisiert und erweitert. Die neuen Berichtspflichten für Drittstaaten-Niederlassungen erfordern Anpassungen in den internen Prozessen und Systemen der Institute. Die Unterstützung der AML-Risikoerhebung ist entscheidend, um die Compliance mit den Geldwäschevorschriften zu gewährleisten. Die Neuerungen bieten eine Gelegenheit, die Effizienz und Genauigkeit der Berichterstattung zu verbessern und die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Institute sollten das finale technische Paket sorgfältig analysieren und die notwendigen Anpassungen in ihren Reporting-Prozessen vornehmen. Es ist wichtig, die internen Systeme zu aktualisieren, um die neuen Berichtspflichten zu erfüllen. Die Institute sollten auch ihre AML-Strategien überprüfen und sicherstellen, dass sie den neuen Anforderungen gerecht werden. Eine enge Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden kann dabei helfen, die Umsetzung der Neuerungen effizient zu gestalten. Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen für Mitarbeiter sind ebenfalls empfehlenswert, um das Bewusstsein für die neuen Anforderungen zu schärfen.

Quelle(n): European Banking Authority – EBA E-mail alert 9 July 2026 – 09.07.2026 – Quelle: https://www.eba.europa.eu/publications-and-media/press-releases/eba-releases-final-technical-package-its-43-reporting-framework-support-third-country-branches

ESMA startet Datenerhebung für das European Single Access Point (ESAP)

🟢 Beobachten

Was ist passiert? Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat die erste Phase der Datenerhebung für das European Single Access Point (ESAP) gestartet. Diese Initiative zielt darauf ab, die Transparenz und den Zugang zu Finanzinformationen innerhalb der Europäischen Union zu verbessern. Die Datenerhebung ist ein wesentlicher Schritt zur Schaffung eines zentralen Zugangs zu Finanzdaten, der die Effizienz und Transparenz auf den Finanzmärkten erhöhen soll.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Für Finanzinstitute ist diese Entwicklung von Bedeutung, da sie den Zugang zu wichtigen Finanzinformationen erleichtert und die Transparenz auf den Märkten erhöht. Dies könnte die Berichterstattung und die Einhaltung regulatorischer Anforderungen vereinfachen. Zudem könnte der zentrale Zugang zu Daten die Wettbewerbsfähigkeit der Institute stärken, indem er den Informationsfluss verbessert.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Finanzinstitute sollten die Entwicklungen rund um das ESAP aufmerksam verfolgen und sich auf mögliche Anpassungen in der Berichterstattung vorbereiten. Es ist ratsam, die internen Prozesse zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie mit den neuen Transparenzanforderungen kompatibel sind. Zudem sollten Institute die technischen Anforderungen für den Zugang und die Nutzung des ESAP evaluieren.

Quelle(n): ESMA – ESMA launches data collection under first phase ESAP – 46213 – Quelle: https://www.esma.europa.eu/press-news/esma-news/esma-launches-data-collection-under-first-phase-esap

ESMA veröffentlicht technische Standards für die Zulassung von CCPs

🟢 Beobachten

Was ist passiert? Die ESMA hat neue technische Standards für die Zulassungskriterien von zentralen Gegenparteien (CCPs) veröffentlicht. Diese Standards sind entscheidend für die Risikobewertung und das Risikomanagement in Finanzinstituten, da sie die Anforderungen an die Zulassung und den Betrieb von CCPs klar definieren.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Die Veröffentlichung dieser Standards ist für Finanzinstitute von großer Bedeutung, da sie die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit mit CCPs beeinflussen. Eine klare Definition der Zulassungskriterien trägt zur Stabilität und Sicherheit der Finanzmärkte bei. Institute müssen sicherstellen, dass ihre Risikomanagementpraktiken mit den neuen Standards übereinstimmen.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Finanzinstitute sollten die neuen Standards sorgfältig prüfen und ihre internen Prozesse anpassen, um die Einhaltung sicherzustellen. Es ist wichtig, die Zusammenarbeit mit CCPs zu evaluieren und gegebenenfalls Anpassungen im Risikomanagement vorzunehmen. Zudem sollten Schulungen für Mitarbeiter in relevanten Bereichen durchgeführt werden, um die neuen Anforderungen zu verstehen.

Quelle(n): ESMA – ESMA publishes technical standards CCP admission criteria elements – 46213 – Quelle: https://www.esma.europa.eu/press-news/esma-news/esma-publishes-technical-standards-ccp-admission-criteria-elements

ESMA initiiert Aufsichtsmaßnahme zur digitalen Resilienz von Krypto-Asset-Dienstleistern

🟢 Beobachten

Was ist passiert? Die ESMA hat eine gemeinsame Aufsichtsmaßnahme zur digitalen operationellen Resilienz von Krypto-Asset-Dienstleistern (CASPs) gestartet. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit dieser Dienstleister gegen digitale Bedrohungen zu stärken und die Sicherheit im Umgang mit Krypto-Assets zu erhöhen.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Für Finanzinstitute, die mit Krypto-Assets arbeiten oder in diesen Bereich investieren, ist diese Maßnahme von großer Bedeutung. Sie unterstreicht die Notwendigkeit, robuste Sicherheitsstrategien zu entwickeln und umzusetzen, um den Schutz vor digitalen Bedrohungen zu gewährleisten. Die Maßnahme könnte auch Auswirkungen auf die regulatorischen Anforderungen und die Compliance-Strategien der Institute haben.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Institute sollten ihre digitalen Sicherheitsstrategien überprüfen und sicherstellen, dass sie den Anforderungen der ESMA entsprechen. Es ist ratsam, die Resilienz gegen Cyber-Bedrohungen zu stärken und entsprechende Maßnahmen zur Risikominderung zu implementieren. Zudem sollten Institute die Entwicklungen in der Regulierung von Krypto-Assets aufmerksam verfolgen.

Quelle(n): ESMA – ESMA launches common supervisory action CASPs digital operational resilience – 46213 – Quelle: https://www.esma.europa.eu/press-news/esma-news/esma-launches-common-supervisory-action-casps-digital-operational-resilience

ESAs unterstützen ESRB-Warnung zu Cyber-Risiken durch KI

🟢 Beobachten

Was ist passiert? Die Europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) haben eine Warnung des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken (ESRB) zu systemischen Cyber-Risiken durch fortschrittliche KI-Modelle unterstützt. Diese Warnung hebt die potenziellen Gefahren hervor, die von der Nutzung fortschrittlicher KI-Modelle in Finanzinstituten ausgehen können.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Die Unterstützung dieser Warnung durch die ESAs zeigt die wachsende Besorgnis über die Risiken, die mit der Nutzung von KI in der Finanzbranche verbunden sind. Finanzinstitute müssen sich der potenziellen Bedrohungen bewusst sein und geeignete Maßnahmen ergreifen, um ihre Systeme zu schützen. Die Warnung könnte auch zu neuen regulatorischen Anforderungen führen.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Finanzinstitute sollten ihre KI-Strategien und -Anwendungen überprüfen, um sicherzustellen, dass sie den potenziellen Risiken angemessen begegnen. Es ist wichtig, Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren, die speziell auf die Bedrohungen durch KI-Modelle abzielen. Zudem sollten Institute die regulatorischen Entwicklungen in diesem Bereich genau beobachten.

Quelle(n): ESMA – ESAs support ESRB warning systemic cyber risks frontier AI models – 46213 – Quelle: https://www.esma.europa.eu/press-news/esma-news/esas-support-esrb-warning-systemic-cyber-risks-frontier-ai-models

ESMA startet Aufsichtsmaßnahme zur Risikomanagementfunktion

🟢 Beobachten

Was ist passiert? Die ESMA hat eine gemeinsame Aufsichtsmaßnahme zur Risikomanagementfunktion von nationalen Aufsichtsbehörden gestartet. Diese Maßnahme soll die Effektivität des Risikomanagements in Finanzinstituten verbessern und sicherstellen, dass die nationalen Aufsichtsbehörden ihre Aufgaben effizient erfüllen.

Warum ist das relevant (für Finanzinstitute)? Für Finanzinstitute ist diese Maßnahme von Bedeutung, da sie die Standards und Praktiken im Risikomanagement beeinflussen könnte. Eine stärkere Aufsicht könnte zu strengeren Anforderungen und einer intensiveren Überprüfung der Risikomanagementpraktiken führen. Institute müssen sicherstellen, dass ihre Risikomanagementsysteme den regulatorischen Anforderungen entsprechen.

Was sollten Institute jetzt prüfen oder tun? Institute sollten ihre Risikomanagementpraktiken überprüfen und sicherstellen, dass sie den Anforderungen der ESMA entsprechen. Es ist ratsam, die Zusammenarbeit mit nationalen Aufsichtsbehörden zu intensivieren und sich auf mögliche Anpassungen in den Risikomanagementprozessen vorzubereiten. Zudem sollten Schulungen für Mitarbeiter in relevanten Bereichen durchgeführt werden.

Quelle(n): ESMA – ESMA launches common supervisory action NCAs risk management function – 46213 – Quelle: https://www.esma.europa.eu/press-news/esma-news/esma-launches-common-supervisory-action-ncas-risk-management-function

PCS-Einordnung & Ausblick

Die jüngsten Meldungen verdeutlichen die zunehmende Bedeutung einer robusten Compliance-Strategie für Finanzinstitute. Die BaFin warnt vor Geldwäscherisiken im Kryptobereich und betont die Notwendigkeit der MiCAR-Lizenz, während die EBA neue Leitlinien zur Genehmigung von Drittstaatenfilialen veröffentlicht hat. Diese Maßnahmen erfordern von den Instituten eine Anpassung ihrer internen Prozesse, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen und Sanktionen zu vermeiden. Die Veröffentlichung von Verlustdaten durch die EBA bietet eine Grundlage für die Kalibrierung von Risikomodellen, während die ESMA-Initiativen zur digitalen Resilienz und Transparenz die Notwendigkeit unterstreichen, Sicherheitsstrategien zu überarbeiten und die Berichterstattung zu optimieren.

Kurzfristig sollten Finanzinstitute ihre Compliance- und Lizenzierungsprozesse überprüfen, um den neuen regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden. Die Anpassung der Risikomodelle im Lichte der EBA-Verlustdaten ist ebenfalls eine Priorität. Zudem sollten Institute ihre digitalen Sicherheitsstrategien stärken, um den Anforderungen der ESMA zur digitalen Resilienz zu entsprechen. Die Entwicklungen rund um das European Single Access Point (ESAP) und die neuen technischen Standards für CCPs erfordern eine Anpassung der internen Prozesse, um die Transparenz und Effizienz im Berichtswesen zu erhöhen. Eine enge Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden wird entscheidend sein, um die Umsetzung dieser Maßnahmen effizient zu gestalten.